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Andys Wettervorschau
Herzlich Willkommen zu Andys Wetterschau

Die Wetterschau, die es schon seit rund 10 Jahren auf Eifelwetter gibt. Kurzer Rückblick, sowie einen Ausblick in den Mittelfristbereich. Es ist keine Wetterprognose, sondern nur ein Trend, wo die Richtung mittelfristig hingeht. Verfasst von Andy Holz/www.huertgenwaldwetter.de

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Rückblick auf die zwei Februardekaden

Nach einem trüben, milden und sehr wechselhaften Dezember und Januar, machte der Februar es in Sachen Winter schon deutlich besser. Kältere Luftmassen behaupteten sich länger, nasskühle bis milde Luftmassen hatten in den ersten 18 Februartagen so gut wie keine Chance. An vielen Tagen lag eine 10-25 cm dicke Schneedecke, zeitweise auch mal bis ganz runter in die Jülicher Börde. Mäßige und strenge Fröste standen an der Tagesordnung. Teilweise wurden bis zu -17 Grad in den Muldenlagen der Eifel erreicht, überm Schnee durchaus bis zu -23 Grad. Tagsüber gab es meist viel Sonne und an den 18 Februartagen schien die Sonne sogar fast dreimal so viel, wie in den Monaten Dezember und Januar. Nachdem der Januar 4 Grad zu warm war, liegt der Februar in Teilen der Eifel sogar 4 Grad darunter. Und in den letzten Februartagen wird es noch kälter! 

Ausblick bis zum letzten Februarwochenende

Es wird in der neuen Woche stetig kälter, denn Hoch FRITZ über Skandinavien verstärkt sich deutlich und hält atlantische Tiefdruckgebiete von uns fern. Nur am Montag und Dienstag schafft Tief TIFFANY Wolken zu uns zu schicken und einen leichten Südwind aufrecht zu erhalten. So erleben wir am montag und Dienstag zwei allgemein schöne Wechselfrosttage mit Nachtfront und deutlichen Plustemperaturen am Tage (3 bis 8 Grad). Aber ab Mittwoch wird aus Osten und Nordosten immer kältere Luft zu uns herangeführt. Es geht bis zum letzten Februarwochenende (24./25.) sonnig weiter, aber es gibt nach 0 bis 4 Grad am Mittwoch zunehmend Dauerfrost ab Donnerstag. Nachts wird es oft -5 bis -10 Grad, über Schnee bis -15 Grad. Der Wind kommt dann meist aus Ost bis Nordost, kann sich in Böen eisig anfühlen. 

Mittelfristige Entwicklung bis Anfang März

Die letzten Februartage werden dann noch eisiger, denn ein Großteil der Wettermodelle simulieren einen Pool besonders kalter Luft die direkt vom fernen Russland und der Arktis zu uns geführt wird. Dabei kann es mal ein paar Wolken geben mit frischem Schnee, aber sonst geht es sonnig weiter. Dabei wird es zunehmend schneidend kalt mit Tageshöchsttemperaturen von -10 bis -5 Grad, nachts kann es in Muldenlagen bei Aufklaren bis auf -25 Grad (!) heruntergehen, sonst oft -10 bis -17 Grad. Auch Anfang März bleibt uns das eher stabile und kalte Hochdruckwetter erhalten, aber es wird dann wieder deutlich wärmer, wenn es auch weiterhin unterdurchschnittlich bleibt. Tagsüber sind es dann mal leichte Plusgrade, aber nachts unnd in der Eifel kann es weiterhin frostig bleiben, selbst bis weit in den März rein. In Sachen Frühling scheint es erstmal absolut nichts zu bewegen. 

***Winter-Großwetterlagen-Spezial***

Ein paar charakteristische Großwetterlagen im Winter. Wenn diese sich mal gerne einstellt, hält diese Wetterlage auch mal mehrere Wochen

Milde Wetterlagen

Die südwestliche Wetterlage, meist antizyklonal

Das ausgeprägte Islandtief ist an Ort und Stelle, wie auch bei der klassischen Westwetterlage. Kaltlufteinbrüche finden auf der Rückseite des Tiefs über Nordamerika statt und sorgt gerne mal in den USA und Kanada für richtige fiese und strenge Winterabschnitte. Die Kaltluft strömt dann in den Atlantik raus und facht die Tiefdruckaktivität immer wieder an und das Azorenhoch liegt nur sehr schwach über den Azoren und liegt ausgeprägter über Südeuropa. So sind wir in einer permanenten Südwestströmung ausgesetzt, die für viele Teile Europas keinen Winter sorgt. Teils ist es extrem mild mit weit zweistelligen Temperaturen. Diese Wetterkonstellation war für den Rekordezember 2015 verantwortlich, der in der Eifel teilweise 7 K zu warm war und wärmer als ein normaler April. Diese Wetterlage sorgte auch für den sehr milden und schneelosen Winter 2013/2014 und brachte z.B in Vossenack noch nicht einmal einen Eistag (Tmax. <0Grad) und in Köln blieb es ganzwinter frostfrei, selbst nachts.

Die westliche zyklonale Wetterlage

Die normalste Wetterlage überhaupt, auch wenn es keiner wissen will. Unsere Region liegt im Westwinddrift zwischen dem Islandtief und dem Azorenhoch, dass auch ausgeprägt, wie es eig. sein soll über den Azoren liegt. Dazwischen geht der Jetstream durch, wo immer wieder Kaltlufteinströme über Neufundland die Tiefdruckaktivität anfachen. Dabei wandern Tiefdruckgebiete von West nach Ost hinweg, teils gibt es auch die fiesen Randtiefentwicklungen, die sich gerne mal zum Orkantief hochmausern. Der NAO (Nordatlantische Oszillation) ist dabei positiv. Beispiele gibt es genau, der Winter 2006/2007 mit Orkan KYRILL, der Winter 1999/2000 mit den fiesen Orkantiefs ANATOL, LOTHAR und MARTIN oder auch Anfang der 90er die Stürme VIVIAN und WIEBKE. An den Vorderseiten der Tiefs ist es richtig mild, während es an der Rückseite solcher durchgezogenen Tiefs immer wieder mal winterliche Abschnitte gibt, die bei der südwestlichen antizyklonalen Wetterlage so gut wie nicht der Fall ist. Dabei kann sich auch die Wetterlage auf eine nordwestliche ausgerichtete Wetterlage umstellen, im Spätwinter (da das Wasser über der Nordsee kalt genug ist) gerne auch mal der Schneebringer.

Kalte Wetterlagen

Die Ost-/Nordostwetterlage

Im Winterhalbjahr haben wir stets über Sibirien ein kräftiges Hoch liegen, sprich das Asienhoch in der sehr kalten Luft (-20 bis -65 Grad). Ist das Hoch stark genug, dehnt es sich auch mal gerne nach Westen aus und legt sich über komplett Nordwestrussland und Skandinavien. Die Tiefdruckgebiete vom Atlantik und das Islandtief wird dann derart geschwächt, dass die westliche Grundströmung zerstört wird. So können dann aus Osten und Nordosten ungehindert kalte und eisige Luftmassen zu uns einsickern. Die erste Februarhälfte 2012 war so geprägt mit teilweise strengen Dauerfrösten und Nachtfrösten bis knapp -25 Grad in der Eifel. Auch der Jahreswechsel 1996/1997 brachte diese Wetterlage eisige Temperaturen, auch z.B. der extrem kalte Februar 1956 und der Dauereiswinter 1962/1963 hatte oft diese Wetterlage drin. Aber sie ist nicht der Schneebringer, weil die Luftmassen eher trocken sind (kontinental).

Das“blockierende Hoch”

Über Grönland kühlt es sich natürlich auch aus auf bis zu -30 bis -60 Grad und es bildet sich ein Hoch. Gerne nimmt es Kontakt mit einem Skandinavienhoch und Russlandhoch auf und flutet ganz Nordeuropa mit eisiger Luft. Zugleich verschiebt sich das Azorenhoch eher nach Island, also der Spieß wird umgedreht. Man spricht auch von negativer NAO (Nordatlantische Oszillation). Die Tiefdruckgebiete kommen gegen das Hochbollwerk nicht an und müssen einen Kurs weit nach Süden ausschlagen. Im Dezember 2010 gab es diese Wettersituation, da die Tiefs südlicher an uns durchzogen und im Übergangsbereich die teilweise sehr intensive Schneefälle brachten an Heiligabend 2010 (Vossenack 67 cm, Lammersdorf 72 cm).

Natürlich gibt es noch viele andere Wetterlagen wie das Hoch über Mitteleuropa, Nord- und Südwetterlagen. Aber diese vier Wetterlagen, die ich hier mal gezeigt haben sind stabile Wettersituationen, die durchaus den Hauptwinter ausmachen können.


Euer Andy

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Geändert:  2018-02-18 13:30:24

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